Historie

Die Gesellschaft im Gründungsjahr mit Präsident Hubert Jörres

Im Februar 1928, kurz vor Karneval, hatten 5 junge Männer in der Gaststätte A. Guhl (dem heutigen Hahndoor) die Idee, in Oberröthgen eine Karnevalsgesellschaft zu gründen: Hubert Jörres, Theo Cremer, Peter Külter, Peter Cremer und Franz Fischer.

Da die Zeit bis Karneval jedoch nicht ausreichte, fand die erste Versammlung im Mai statt.  Nach dieser Versammlung war die neue, 29 Mitglieder zählende Karnevalsgesellschaft mit dem Namen KG „ULK“ E.- Oberröthgen geboren.

Präsident und 1. Vorsitzender wurde Hubert Jörres und Kommandant Martin Jung. Der monatliche Beitrag wurde mit 11 Pfennig festgesetzt.  Hubert Jörres blieb bis 1933/34 Präsident.  In diesen Jahren gelang der KG „ULK“ der Durchbruch.  Sie wurde zum festen Bestandteil im Oberröthgener Vereinsleben und errang die ersten Siege gegen „Griesgram und Muckertum“.

1934 wurde Egidius Leclaire neuer Präsident.  Er führte die Gesellschaft bis 1938.  Von ihm übernahm Josef Ortmann das Präsidentenzepter.  Im September 1939 fand jede Fröhlichkeit, jede karnevalistische Aktivität eine jähe Unterbrechung – der zweite Weltkrieg war ausgebrochen.  Nach dem Krieg, viele Kameraden waren gefallen – andere kehrten erst spät aus der Gefangenschaft zurück, herrschten Not und Elend.  Doch langsam erwachte wieder die rheinische Frohnatur.

So führte die KG „ULK“ in den Wintermonaten 1946/47 erste karnevalistische Veranstaltungen durch.  Im Sommer 1947 wurde Josef Ortmann wieder als Präsident und 1. Vorsitzender der Gesellschaft gewählt, der er bis 1951 vorstand.  In die Präsidentenzeit von Theo Cremer (1952-54) fiel dann ein  Höhepunkt in der Geschichte der KG „ULK“: Ihr 1. Vorsitzender Josef (Jupp) Carduck, heute Ehrenpräsident des Eschweiler Karnevalskomitees, wurde in der Session 1953/54, dem 25jährigen Jubiläum der Gesellschaft, als „Jupp IV.” Karnevalsprinz in Eschweiler.

Anfang März 1961 legte Egidius Leclaire sein Amt als Präsident und 1. Vorsitzender nieder, das er seit 1954 innehatte.  Am 12.03.1961 wurde Heinz Houben zum Präsidenten und 1. Vorsitzenden gewählt.

Keiner wusste zu diesem Zeitpunkt, dass diese Wahl einen Glücksgriff für die KG „ULK“ bedeutete.  Mit neuem Elan und Ideen nahm der erheblich verjüngte Vorstand die Arbeit auf.  Neue Veranstaltungen wurden zu einem festen Bestandteil des Gesellschaftslebens.  Zu  nennen sind das Fischessen an Mittfasten, das Kinder- und Familienfest und die Weihnachtsfeier für den Ulk Nachwuchs mit Besuch von Nikolaus und Knecht Ruprecht.

Steigende Mitgliederzahlen und ein stetig wachsendes Interesse an allen Veranstaltungen zeigten, dass die KG „ULK“ den richtigen Weg eingeschlagen hatte.  So wurde in der Session 1967/68 ein 40-jähriges Jubiläum gefeiert, das nicht so schnell in Vergessenheit geraten sollte.  Im Jahre 1976 bildete sich ein Trommler- und Pfeiferkorps, das nach vielen Höhen und Tiefen immer wieder zu Karneval spielfähig war und die Aufmärsche und Umzüge mit klingendem Spiel anführte.

Am 11.11.1977 wurde die Jubiläumssession zum 50-jährigen Bestehen der KG „ULK“ mit einem großen Festabend eröffnet.

Um die Nachwuchsarbeit des Vereins zu fördern, entschloss man sich im Jahre 1979, am Tage nach der Sitzung eine Kinderkarnevalsparty zu veranstalten.  Diese Party mit den Clowns Uli und/oder Erwin erfreut sich bis heute äußerster Beliebtheit, gibt sie doch den anwesenden, kleinen Karnevalisten die Möglichkeit sich bei Kinderspielen in das Geschehen auf der Bühne einzubringen.  Eine weitere Neuerung war das bis zum heutigen Tag jährlich stattfindende Sommer- Kinder- und Familienfest. 1980 feierte die Ulker Hitparade ihr umjubeltes Debüt und noch viele erfolgreiche Auftritte sollten folgen.

In der Session 1982/83 konnte die KG „ULK“ auf ihr 5×11-jähriges Bestehen zurückblicken.   Gleichzeitig feierte Heinz Houben ein seltenes Jubiläum:     2 x 11 Jahre als Präsident und 1. Vorsitzender der Gesellschaft.  Zu den Gratulanten gehörten das Eschweiler Karnevalskomitee, Vertreter aller befreundeter Karnevalsgesellschaften, der Ortsvereine sowie Vertreter aus Politik und Kirche.  Nach über 30 Jahren Vorstandsarbeit, davon 22 Jahre als Präsident und 1. Vorsitzender trat Heinz Houben am 31.03.1983 aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück.  Heinz Houben wurde zum Ehrenpräsidenten und Ehrenvorsitzenden der KG „ULK“ ernannt. Zum neuen Präsidenten und 1. Vorsitzenden wurde Willi Houben gewählt.

Bei der Sessionseröffnung am 11.11.83 hatte die neugegründete Kindertanzgruppe ihren ersten Auftritt bei einer großen Veranstaltung.  Trainiert und betreut wurden die Tanzgruppen von Uschi und Hubert Recker. Die Aufgabe des Trainings haben heute Martina Jansen, Myriam Raby und Alexandra Recker übernommen.  Die Damen der Gesellschaft wollten nicht länger nur schmückendes Beiwerk der Männer sein und feierten am 23.01.85 ihren ersten großen „Karnevalistischen Damennachmittag“.  Unter der Leitung von Inge Recker und ihrer Nachfolgerin Roswitha Schaub ist diese Veranstaltung bis heute ein Garant für einen bestens besuchten „Burghof“ Saal.

Aus gesundheitlichen Gründen trat der Präsident und 1. Vorsitzende Willi Houben von seinen Ämtern zurück.  Auf der Jahreshauptversammlung am 27.03.86 wurde Ulrich Goerres zum Präsidenten und 1. Vorsitzenden der KG „ULK“ gewählt.  Auf ein seltenes Jubiläum konnte in dieser Session Gerhard Hilgers zurückblicken. 50 Jahre Mitglied in der Gesellschaft, davon 18 Jahre als Kommandant.  Aufgrund dieser Verdienste wurde Gerhard Hilgers (Ulker Gerd) zum Ehrenkommandant der KG „ULK” ernannt.

Da die KG „ULK“ in dieser Session auf ihr 60jähriges Bestehen zurückblicken konnte, fand anstelle des sonst üblichen Erbsensuppenessens zur Sessions-Eröffnung ein Jubiläums- Festabend statt.
Aus diesem Anlass war es gelungen, neben den bewährten aktiven Vortragenden der KG noch einmal die sich bereits aufs Altenteil zurückgezogenen Ulker-Stimmungskanonen für einen Auftritt zu gewinnen.

So gaben Leni Dieckmann, Heinz Houben, die Bibis und das ehrwürdige Männerballett Kostproben ihres Könnens.  Nach dieser bestens verlaufenden Jubiläumssession kann man behaupten, dass die KG „ULK“ wieder einen Sieg gegen den Griesgram errungen hatte. Die Fußballabteilung, mittlerweile ein Aktivposten der KG, nahm mit großem Erfolg an verschiedenen Turnieren teil. In Anerkennung seiner Verdienste um die Gesellschaft wurde Ernst Vonden auf der Gala-Damen-Sitzung am 7.1.89 zum Ehrensenator der KG „ULK“ ernannt.

Erstmals in der Geschichte des Eschweiler Karnevals musste in der Session 89/90 der Rosenmontagszug wegen Sturm und Regen ausfallen.  Alle Vorbereitungen fielen den Naturgewalten zum Opfer.  So manche Träne, nicht nur bei den Ulkern, sondern bei allen Karnevalisten wurde an diesem denkwürdigen Rosenmontag vergossen.

Nach einer kurzen Erholungsphase fand dann am 24.03.90 das längst zur Tradition gewordene Fischessen statt.  Nach viel vorbereitender Arbeit durch den Vorstand wurden am 06.04.90 die Änderungen der Satzung beschlossen.  Das große Sommerfest fand erstmals an zwei Tagen am 09.06. u. 10.06.90 auf dem Ringofengelände statt.  Hier war ein schneeweißes Zelt sowie für die allseits bekannt gute Ulker Küche eine Budenstadt aufgebaut worden.  Ein weiteres karnevalistisches Jubiläum gab es in der Session 90/91 zu feiern. 2 x 11 jährige Freundschaft zwischen der Königlichen Stadtgarde Grün-Weiß Eupen und der KG „ULK“.  Dieses einmalige Ereignis wurde natürlich auf dem Sessionsorden, der wie seit  vielen Jahren schon von unserem Ehrenpräsidenten Heinz Houben entworfen wurde, gewürdigt.

Der Golfkrieg machte uns Karnevalisten nach dem Sturm des vergangenen Jahres „unseren Höhepunkt“, den Rosenmontag, wieder zunichte.
Das 11-jährige Bestehen feierten in der Session 91/92 die Jugendabteilung der Gesellschaft mit ihren Tanzgruppen. Klar, dass auch dieser Anlass auf dem Sessionsorden festgehalten wurde.

Am 01.03.91 war es endlich wieder soweit.  Nach 2 Jahren der Abstinenz konnte der Rosenmontagszug wieder durch die Straßen unserer Vaterstadt Eschweiler ziehen.  Mit neuem Elferratswagen nahm unsere Gesellschaft an einem Umzug teil, wie ihn die Stadt von der Besucherzahl bisher noch nicht erlebt hatte.

Davon, dass es nicht nur Höhepunkte sondern auch Tiefpunkte im Leben eines Vereins gibt, zeugt die Tatsache, dass die Session 1992/93 mit einem Eklat begann.  Auf der Jahreshauptversammlung am 16.04.1992 trat Präsident und 1. Vorsitzender Ulrich Goerres nach vereinsinternen Problemen von seinen Ämtern zurück.  Weitere Aktive traten aus der Gesellschaft aus. Glücklicherweise fand sich mit Willi Metzen ein Mann, der bereit war, als 1. Vorsitzender das Ulker-Schiff weiter zu steuern. Allen Unkenrufen zum Trotz hieß es am 23.01.93 „Bühne frei“ für die Gala-Damen-Sitzung der KG „ULK“.  Da ein Präsident aus vorgenannten Gründen nicht zur Verfügung stand, leitete Herbert Rheinberg, verkleidet als Ulker-Joker – kurz „UJO“ – genannt, durch ein kurzweiliges Programm.  Um den Karnevalssamstag etwas attraktiver zu gestalten, luden die Ulker ihre Gäste erstmals zu einer Kurzsitzung mit anschließendem Tanz in den Burghof ein.  Vor gut besetztem Haus wurde ein Programm geboten, das einer normalen Sitzung nicht nachstand.  Die Veranstaltung war wiederum eine Werbung für die KG „ULK“.  Nach den Querelen zu Beginn der Session hatte die Gesellschaft bewiesen, dass sie weiterhin ein starker Faktor im städtischen Karneval blieb.

In der Session 93/94 wurde Günter Meyer zum 1. Vorsitzenden und Herbert Rheinberg zum neuen Präsidenten gewählt. Im gleichen Jahr feierte die KG ihren 6 x 11jährigen Geburtstag.  Aus diesem Anlass wurde in der Geschäftsstelle der Sparkasse Aachen, Röthgenerstraße am 06.11.1993 eine Ausstellung über die vielfältige Vereinsgeschichte der KG „ULK“ eröffnet. Heinz-Michael Raby hatte in den „Archiven“ alter Ulker gestöbert und konnte auf diesem Wege eine bemerkenswerte Sammlung alter Exponate und Dokumente präsentieren. In verkleinerter Form zierte diese Ausstellung wenige Wochen später zur Karnevalszeit das Schaufenster der Englerth Apotheke.  Mit einem Festkommers am 13.11.94 wurde die Jubiläumssession begonnen.  Zu den Gratulanten zählten Prominente aus Politik und Kirche, der Festausschuss, das Karnevalskomitee der Stadt Eschweiler, Vertreter aller dem Komitee angeschlossenen Karnevalsvereine sowie viele befreundete Karnevals- und Ortsvereine.  Höhepunkt war die Vorstellung der neuen Gala-Uniform der Gesellschaft.  Mit einem grandiosen Aufmarsch der Standarten-Gruppen und der Kommandanten aller dem Komitee angeschlossenen Eschweiler Karnevalsgesellschaften wurde die neue Uniform auf imposante Weise dem närrischen Publikum vorgestellt.

Auf der Jahreshauptversammlung am 31. März 1994 legte der langjährige 1. Geschäftsführer Josef Cremer, auch „Ulker-Jupp“ genannt, aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder. Lange Jahre hatte sich Josef Cremer unermüdlich zum Wohle der Gesellschaft eingesetzt. So lautete dann die Überschrift über einen Artikel in den „Eschweiler Nachrichten“ in verdienter Weise: „ULK-Oberröthgen: Danke, lieber Josef Cremer!“. Zum neuen 1. Geschäftsführer wählte die Versammlung Ralf Jülich.

Am 14. Mai 1994 feierte die Gesellschaft den 6×11-jährigen Gründungstag auf dem Sportplatz in Bergrath, dem in der närrischen Jubiläumssession noch ein Festkommers folgte.

Erstmals fand am 22.01.1995 ein Ordensappell statt, um die große Kostümsitzung von Ordensverleihungen und Ehrungen zu entlasten. Die Saalveranstaltungen absolvierte man in gewohnter und erfolgreicher Weise, bevor man sich unter dem Motto „Fastelovend met Häzz“ in den Straßenkarneval stürzte.

Leider blieb die KG auch in der nächsten Session nicht von schlechten Nachrichten verschont. Überraschend traten Präsident Herbert Rheinberg und 1. Vorsitzender Günter Meyer von ihren Ämtern zurück. Auf der folgenden Mitgliederversammlung wurde der bisherige 2. Vorsitzende Karl-Heinz Block zum neuen „Ulker-Chef“ gewählt. Ein neuer Präsident wollte sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht finden lassen.
Ein seltenes Jubiläum beging in dieser Session Ehrenpräsident Heinz Houben. 50 Jahre aktive Mitgliedschaft. Die Laudatio hielt der Präsident des Karnevalskomitees der Stadt Eschweiler, Josef Carduck, der in launigen Worten die „Laufbahn“ von Heinz Houben Revue passieren ließ.
Die folgende Kostümsitzung wurde vom 1. Geschäftsführer Ralf Jülich geleitet, der ein buntes Programm aus vereinseigenen und  denen befreundeter Gesellschaften präsentieren konnte.

Auf der Jahreshauptversammlung der Session 1996/97 wurde Ralf Jülich dann endgültig zum neuen Ulker-Präsident gewählt, unterstützt von Karl-Heinz Block als 1.Vorsitzender, Gerd Brendt 1. Schatzmeister und Willi Bradt als Kommandant des uniformierten Korps. Auch in diesem Jahr hielt man an den beliebten Sommerveranstaltungen fest.
Ein sehr seltenes Jubiläum konnte Ehrenkommandant Gerd Hilgers feiern. Blickte er doch auf 60 Jahre aktive Mitgliedschaft zurück.

In der folgenden Session 1997/98 musste die Gesellschaft das Sommer- und Familienfest zwar immer noch „im Dorf“, aber in verkleinerter Form auf dem Bolzplatz gegenüber Haus Jägerspfad 18 feiern. Grund dafür waren Planungsschwierigkeiten innerhalb der Stadtverwaltung, die das Ringofengelände nicht freigeben konnte. Nichtsdestotrotz wurde  das Fest ein voller Erfolg.

Auf der Kostümsitzung am 24.01.1998 wurde Michaela Block als Tanzmariechen verabschiedet. Mit Nadine Schwarz wurde eine würdige Nachfolgerin vorgestellt, die sich dann auch prompt in die Herzen der Besucher tanzte. Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt des „Seniorentanzpaares“ welches sich aus dem 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Block und seiner Gattin Elke zusammensetzte.

Einen Tag später, zur Kinder-Karnevalsparty, kurz KKP genannt, waren wieder zahlreich die kleinen und großen Narren erschienen. Erstmals unter der Leitung eines Kinderpräsidenten, Alexander Nießen, wurde ein für die Kinder abwechslungsreiches Programm geboten.

Auch im folgenden Jahr ging das Sommer- und Familienfest aus allbekanntem Grund wieder auf „Reisen“. Wie zur Gründerzeit dieses Festes war man am 13. und 14. Juni in und um das „Heinrichseck“ vertreten.
Alle weiteren Veranstaltungen der Session wurden in gewohnter Weise gemeistert und letztendlich am Rosenmontag bei Kaiserwetter unter dem Motto „Eischwieler Fastelovendsspell“ gekrönt.

Der Zeitraum 1999/2000 brachte wieder Änderungen in der Vereinsführung. Mit Hans Houck wird ein neuer Präsident gewählt. Ihm zur Seite Heinz-Michael Raby als Vize. Karl-Heinz Block leitet weiter die Geschicke der KG als 1. Vorsitzender. Kornel Recker wird neuer Kommandant des uniformierten Korps.
Im Juni 1999 „durften“ die Ulker dann wieder auf das Ringofengelände und verwandelten es zum Familienfest in eine kleine Zelt- und Budenstadt.
Bei der Sessionseröffnung wurde die langjährige Marketenderin Ulrike Fensky verabschiedet, die den Verein viele Jahre tänzerisch unterstützt hatte.

Der Höhepunkt der Session fand am Samstag, dem 5.2.2000 mit der Kostümsitzung im Burghof satt, wo Hans Houck als Präsident eine gelungene Premiere feiern durfte.

Zu einem Novum kam es dann auf dem Tanz in den Mai des gleichen Jahres. Kommandantengattin Inge Recker wurde zur Maikönigin gewählt. Ihr zur Seite der 1. Vorsitzende Karl-Heinz Block. Da bis zum heutigen Tage kein neuer Tanz in den Mai durchgeführt wurde, dürfen sich beide rühmen, das am längsten amtierende Königspaar zu sein.

Obwohl das Sommerfest im Jahr 2000 mit gutem Wetter bedacht worden war, fanden nur wenige Besucher den Weg zum Sommerfest auf dem ehemaligen Ringofengelände. Zudem trübte der Ärger mit der Zeltbaufirma noch nachhaltig die verhaltene Freude an einem gelungenen Sommerfest.

Auch fanden die vom Verein angebotenen Ausflüge wieder reichlich Anklang. So war der von dem Uniformierten-Corps organisierte Wandertag mit anschließendem Grillen in der Kommandantur ein voller Erfolg. Ebenso die Wanderung der Jugendabteilung um den hiesigen Blaustein See.
Zu einer Brauerei Tour luden dann wieder die Uniformierten alle Ulker ein, welche selbstredend zahlreich teilnahmen.

Im Oktober war unvorhergesehenerweise eine Neuwahl im Vorstand nötig. Der Geschäftsführer Andreas Hartnack musste aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen. Mit Hans-Peter Schieren konnte aber schnell ein geeigneter Nachfolger gefunden werden.

Der Burghof wurde in diesem Jahr von Peter und Rita Van Cruchten wieder eröffnet. Selbstverständlich gehörten die Ulker zu den ersten Gratulanten, froh, wieder bewährte Wirtsleute in ihrem Wachlokal zu haben.

Nach einer gelungenen Sessionseröffnung folgte dann wenig später die Weihnachtsfeier, die in diesem Jahr erstmalig mit großem Erfolg von der Jugendabteilung der Gesellschaft ausgerichtet wurde.

Zum Jahreswechsel mussten sich alle Karnevalisten von der geliebten D-Mark verabschieden und ihr Bier nun in Euro bezahlen. Klar, dass dies für die KG ein willkommener Anlass war, passend zur Thematik, einen von Heinz Houben entworfenen Orden vorzustellen.

Auf der Kostümsitzung 2001 feierte das neue Tanzmariechen Myriam Raby ein gelungenes Debüt, nachdem zuvor Nadine Schwarz aus ihrem Amt verabschiedet wurde.

Am Rosenmontag zeigte sich die Gesellschaft bei herrlichem Sonnenschein wieder von ihrer besten Seite. Von dem Mottowagen aus beschenkte der stolze Kinderpräsident das närrische Volk und der Elferrat fuhr auf einem vollkommen neu gestalteten Wagen.

Zu einer Veranstaltung der ganz besonderen Art brachen die Ulker im Februar des Jahres 2001 auf. Hatte doch die JVA Aachen, durch im Sommer geknüpfte Kontakte, zu einer besonderen Sitzung hinter Gefängnismauern geladen. Tanzmariechen Myriam und die große Garde feierten einen furiosen Erfolg vor den „Gästen“!  Das Lampenfieber der beteiligten Mädchen soll aber ob der ungewöhnlichen Umstände sehr groß gewesen sein.
Um Harald Höveler und Franz-Josef Hansen etablierte sich ein neues Wagenbauteam voller frischer Ideen. So konnte sich der Elferrat über einen vollkommen umgestalteten Wagen beim Rosenmontagszug freuen.

In dem Jahr 2001 wurde wohl auch der Grundstein gelegt für eine enge Freundschaft zum Spielmannzug Bergrath, welcher in jenem Jahr sein      50-jähriges Jubiläum feierte. Im Festausschuss für die Feierlichkeiten rund um das Jubiläum wirkten zahlreiche Vereinsmitglieder der KG ULK mit.

Das Sommerfest 2001 wurde ein voller Erfolg. Allen Widerständen zum Trotz wurde als Festplatz das Gelände von Franz-Josef und Birgit Hansen an der Talstraße benutzt. Viele Abordnungen befreundeter Vereine besuchten das Fest und trotz Regenschauer konnte die Gesellschaft auch am Sonntag zahlreiche Besucher begrüßen.

Im August hatte die Wagenbaugruppe einen Grilltag organisiert, zu dem alle Ulker eingeladen waren. Hubert Recker führte an diesen Nachmittag eine Wanderung durch Flur und Fauna. Die Wandergesellschaft traf sich auf dem Parkplatz am Schlemmerich und durchwanderte den Stadtwald. Mit reichlich Grillgut und kühlem Eifelbräu wurden die Wanderer dann bei Fa. Hansen empfangen. Auch fanden sich am Grill andere Ulker ein und es wurde ein netter und  geselliger Abend.

Durch das Engagement der Eltern und Trainerinnen der Jugendabteilung konnte auch in diesem Jahr wieder eine stimmungsvolle Weihnachtsfeier veranstaltet werden. Präsident Hans Houck bereitete Uschi und Hubert Recker eine freudige Überraschung. Für ihre unermüdliche Jugendarbeit bescherte er ihnen eine wunderschöne Krippe, welche der Ulker Heinz Hupperich in mühevoller Kleinarbeit gebaut hatte.

Am 18.Januar 2002 wurde der Ordensappell im „Alt Röthgen“ gehalten. Hoher Besuch krönte diesen Abend. Präsident Hans Houck hatte als Überraschung die Stadt Garde Eupen eingeladen, welche dieser Einladung mit einer tollen Abordnung in Begleitung des Eupener Prinzenpaares nebst Gefolge gerne folgte.

Im Februar trafen sich die Ulker im neueröffneten, wunderschön umgebauten Heinrichseck zum Frühschoppen, um zum  gelungenen Umbau der Traditionsgaststätte zu gratulieren.

Wenn ein Freund einen Freund mitbringt, so könnte man den Rosenmontag beschreiben. Im Vorfeld der Session hatte es die Anfrage der Freunde des SPZ Bergrath gegeben, ob der SPZ Lohne die KG ULK am Rosenmontagzug begleiten dürfte, und so wurden am Sonntag nach dem Treck durchs Dorf die Lohner in Bergrath begrüßt. Nach einem geselligen Abend konnten die Lohner in der Sporthalle Patternhof übernachten und bedankten sich nach dem Frühstück am Rosenmontagmorgen für die Gastfreundschaft mit einem musikalischem Feuerwerk. Bei stürmischen Böen zeigten sich dann die Ulker mit den zwei super aufgelegten Spielkörpern im Rosenmontagszug von ihrer wetterfesten Seite dem närrischen Volk am Straßenrand. Mit im Zug führten sie die neu gestalteten Wagen, welche von der frisch ins Leben gerufenen Wagenbaugruppe mit viel Schweiß, Handarbeit und karnevalistischer Hingabe restauriert wurden. Seitdem sind aus dieser Gruppe nicht mehr wegzudenken: Franz Hansen als Sachverständiger und meisterlicher Kfz-Fachmann, sowie Harald Höveler und sein Sohn Jürgen als Kreativ-Wagenbauer mit breit gefächerten Fähigkeiten.

Zur Jahreshauptversammlung am 28.03.2002 standen Neuwahlen an.
Hans Houck wurde zusammen mit Vizepräsident Heinz Michael Raby, den Geschäftsführen Hans-Peter Schieren und Patrick Raby, sowie dem Vorsitzenden Karl-Heinz Block für weitere drei Jahre ins Amt gewählt.
Der Schatzmeister Wolfgang Kaluza und sein Stellvertreter Rainer Nießen traten zu einer Neuwahl nicht mehr an. Für sie wurden Gero Schmidt-Kärst und Gerd Schaub gewählt.

Dass die Väter vom Aussterben bedroht sind, zeigte sich in diesem Jahr bei der alljährlichen Vatertagstour. Acht Väter konnten beim Start in der Gaststätte Szawalla gezählt werden. Ob es am Ende der Tour immer noch so viele waren, ist nicht bekannt.

Das Sommerfest wurde in diesem Jahr wieder auf dem der Fa. Hansen bei schönem Wetter abgehalten. Die angebotenen Spiele und die Hüpfburg machten das Fest auch für die Kinder kurzweilig, so dass die Erwachsenen sich die Ulker Spezialitäten schmecken lassen konnten.

Bereits zwei Wochen später fuhr das uniformierte Corps zum Technikmuseum nach Speyer. Nach der folgenden Dombesichtigung in Speyer kehrte man in Koblenz im Weindorf ein.

Eine besondere Ehrung wurde dem Ehrenmützenträger Heinz Hesseler zuteil. Ihm wurde am 31.10.2002 der Schluckspechtorden der K.G. Klee Oepe Jonge  verliehen.

In diesem Jahr gab es zwei herausragende Jubiläen zu feiern, an denen die  KG ULK maßgeblich beteiligt war. Zum einem war es das 50-jährige Krönungsjubiläum der englischen Monarchin, an deren Feierlichkeiten eine große Abordnung Ulker zusammen mit der großen Tanzgruppe und dem Spielmannszug Bergrath, eingeladen durch die Surrey Yeomanry Band, teilnehmen durfte.
Der Gegenbesuch der Band of Surrey Yeomanry zu den Feierlichkeiten des 75jährigen Bestehens der KG ULK wurde zu einem musikalischen Event. Schon an dem Festabend spielte die Band für die KG Ulk mit einer Hingabe und Profession, dass die feierlaunigen Ulker nicht mehr auf ihren Plätzen zu halten waren. Am folgenden Tag stand für alle aber auch noch das Jubiläumskonzert an und das hatte es wirklich in sich. Der Festsaal im Burghof war bis zum allerletzten Platz besetzt und die Musiker spielten unter der Leitung  von Musical Director Jonathan Wood geschlagene zwei Stunden fast an einem Stück und erhielten vom Publikum ein ums andere mal stehende Ovationen. Die Gäste zeigten sich bei der Saalsammlung dementsprechend großzügig, denn der Eintritt für diesen Nachmittag war kostenfrei und so wurden über 800 Euro für einen guten Zweck gesammelt. Letztendlich konnte Prof. Dr. Steffens vom St. Antonius Hospital äußerst gerührt einen Scheck über 1000 Euro für die Aktion SOS Friedensdorf aus den Händen des Ulker Vorstandes entgegen nehmen.

Als Höhepunke der Session 2002/2003 sind die zwei Saalveranstaltungen zu nennen, bei denen Präsident Hans Houck und seine Vorstandskollegen so einige prominente Überraschungsgäste auf der Bühne im Burghof begrüßten durften.

Beim Jubiläumsfrühschoppen hielt kein geringerer als Josef Carduck, erster und bisher einziger Karnevalsprinz der Gesellschaft, die Festansprache.
Das Festkomitee konnte unter der Leitung von Heinz Hesseler der Gesellschaft einen sagenhaften Schatz überreichen, welcher in einer eigens angefertigten Schatztruhe auf die Bühne gehievt wurde.

Wie ein Feuerwerk war aber das Programm zur großen  Kostümsitzung. Josi Brandt, Babbelschnüss, Lästermaul, fast allein erziehende Mutter und geplagte Ehefrau, wurde vom Publikum erst nach mehreren Zugaben von der Bühne gelassen. Ebenso herzlich wurden auch die Mundartgruppen „De Kröetsch“ und „De Fröngde“ auf der Bühne begrüßt. Auch der euregionale Tulpen Heini trug allseitig zur  Stimmungserheiterung bei. Aber dann wurde es richtig toll, als ein über die Grenzen hinaus bekanntes Aachener Trio den Saal komplett aufmischte, gab es kein Halten mehr. Die Blaskapelle Brass&Spass spielten gekonnt und leidenschaftlich einen stimmungsvollen Abschluss.

In den Ruhestand ging in diesem Jahr der Ulker Zeremonienmeister Heinz Schmitz. Nachdem er als Tanzoffizier mit seiner Frau Margret das Tanzpaar der KG Ulk gestellt hatte, führte er 33 Jahre lang die Gastgesellschaften und Büttenredner zur Bühne.

Auch im Jahr 2003 konnten wieder zwei Jubiläen gefeiert werden. 25 Jahre Jugendabteilung und 22 Jahre Tanzgruppe, und daher standen Uschi und Hubert Recker, welche seit 25 Jahren für den Verein die Jugendarbeit geleistet haben, am 25./26. Oktober im Mittelpunkt der Feierlichkeiten in der Aula der Realschule Patternhof. Am Samstagabend führte Inge Recker in ihrer bekannt liebenswürdigen Art durch ein tolles Programm. Es wurden ehemalige Mitglieder der Tanzgruppe begrüßt und Ehrungen vollzogen. Am Sonntag bei Kaffee und Kuchen hatten dann die Kleinsten der Gesellschaft das Zepter in der Hand und boten ein buntes Programm.
Präsident Hans Houck überreichte der Jugendabteilung im Namen der Gesellschaft neben einer dicken Spende für die Kasse auch eine neue Standarte.
Der Werdegang der Jugendabteilung wurde in einer dicken Festschrift festgehalten.

Zum Ausflug des Uniformierten Korps am 4. Oktober 2003 gibt es eine Anekdote, die es wert ist, in der Chronik festgehalten zu werden.
Mit dem Zug ging es in die Domstadt Köln. Nach einer herrlichen „Kneipkur“ wurde in einem Schnell-Restaurant der letzte Hunger gestillt. Dass einer der Teilnehmer nicht so schnell satt wurde, hatte nur der Kommandant bemerkt, welcher diesen dann auch pflichtbewusst abholte, nachdem er die anderen Teilnehmer zuvor im Kölner Bahnhof auf dem Bahnsteig, auf dessen Gleis der Zug nach Eschweiler abfahren sollte, auf einer Bank geparkt hatte.
Als er dann endlich mit dem nun satt gewordenen Ulker wieder auf dem Bahnsteig ankam, waren die andern verschwunden. Aber zum Glück gibt es ja Handys, und so rief der Kommandanten seinen verloren gegangenen Adjutanten an. Der folgende Wortwechsel war kurz, aber erheiternd: Auf die Frage „Wo seid Ihr?“ gab es die Antwort „In Rommelskirchen“. Die Reisenden glaubten bis dahin sich in dem Zug nach Hause zu befinden.

Am Tag des Ehrenamtes, dem 5.12.2003, wurden Uschi und Hubert Recker von Bürgermeister Rudi Bertram höchstpersönlich für jahrelange, hochwertige und erfolgreiche Jugendarbeit mit einer Medaille und  Urkunde ausgezeichnet.

Unvergessen bleibt wohl auch der Jahreswechsel von 2003 auf 2004 für die Mitglieder der Ersten und Zweiten Tanzgruppe und für die Abordnung der Standartenträger. Am Dienstag den 30.12.2003 ging es in aller Herrgottsfrühe mit dem Bus nach London, wo die Ulker herzlich in Empfang genommen wurden. Nachdem alle in ihren Quartieren untergebracht waren, fuhr man mit dem

Bus noch in die Innenstadt von London. Am selben Abend noch tanzte unsere Garde in der Westminster Central Hall vor über 2000 Gästen, unter denen auch die Londoner Honoratioren und Bürgermeister weilten. Das Lampenfieber bei Vizepräsident Heinz-Michael Raby soll astronomische Höhen erreicht haben, denn dieser hatte die ehrenvolle Aufgabe unsere stolze Truppe auf der Bühne anzusagen. Am frühen Nachmittag des Silvestertages gab es dann Gelegenheit entweder mit dem Bus zu der schönen Küstenstadt Brighton oder mit dem Zug nach London zu fahren. In der Merstham Village Hall wurde dann ein wunderschöner Silvester Abend gefeiert, während dessen Verlauf das neue Tanzpaar Jaqueline Dahmen und Andreas Lammertz seine Premiere hatte. Am Neujahrsmorgen fuhr man erneut in das Regierungsviertel, um an der Neujahrsparade durch London teilzunehmen.
Die Queen, die zu diesem Zeitpunkt weitab auf ihrem Landsitz verweilte, hat wohl einiges verpasst. Wir erfuhren später, dass der Stadtteil Lambeths, für den die Ulker mitzogen, den 4. Platz in der Wertung der Parade bekam.

Am Rosenmontag gab es bei der KG Ulk einen Stapellauf. Dass dieser auch in unseren trockenen Gefilden recht feucht sein kann, dafür sorgte das Uniformierte Korps. Zur Schiffseinweihung wurde manch „gedenkvolle“ Rede gehalten und alsdann stieß man mit dem von der Wagenbaugruppe zum Piratenschiff umgestalteten Mottowagen in die geliebte See des karnevalistischen Treibens.

Hatte man sich gerade von den Jubiläumsfeiern im  Vorjahr erholt, so durfte man auch 2004 wieder ein karnevalistisches Jubiläum feiern. Die KG Ulk wurde stolze 77 Jahre alt.

Daher hatten die Ulker vom 16. bis 19. September bereits wieder die  erfreuliche Gelegenheit die englischen Freunde von der Band of Surrey Yeomanry als Gäste zu begrüßen. Sie waren eigens zu einem Benefiz Konzert aus Anlass des Jubiläums angereist. Unter der Schirmherrschaft unseres Bürgermeisters Rudi Bertram und Prof. Dr. Steffens erlebten alle ein herrliches Konzert. Es wurden 1700 € für die Aktion Friedensdorf gesammelt.

Zum Wandertag am 2. Oktober trafen sich die Ulker bereits früh morgens zu einem gemeinsamen Frühstück. Anschließend fuhr man mit der Bahn nach Köln, um sich dort von einem echten kölsche Mädsche durch Köln führen zu lassen. Am Abend gab es dann einen gepflegten Umtrunk in der Traditionsgaststätte der Brauerei Gaffels.

Im Januar 2005 wurde Andy Kaluza neuer Kinderpräsident, und löste damit    Tobias Böhning ab.

Auf der Kostümsitzung am 24.1.2005 stellte die K.G. Ulk ihren neu geschaffenen Verdienstorden für Freunde und Gönner vor. Dieser wird nur an Personen verliehen, welche nicht aktiv Mitglied der KG sind und sich um den Verein verdient gemacht haben. Die ersten Ordensritter waren im Einführungsjahr: Ernst Vonden, Heinz Hesseler, Klaus Wohnaut, Jürgen Schommer und Klaus Hartnack.

Auf der Kurzsitzung im Jahr 2005 gab es zum Abschluss der Sitzung noch eine freudige Überraschung. Die Ulker Tanzgarde ließ die früher so beliebte und erfolgreiche Ulker Hitparade wieder aufleben und brachte damit den Saal zum Kochen. Martina Jansen führte hier gekonnt durch die Charts.  Unvergesslich bleibt wohl, wie Marius Jonientz den Saal auf dem Kopf stellte, als er als Andrea Berg Double die Bühne eroberte und den Vize-Präsidenten Heinz -Michael Raby mit dem Lied „Du hast mich tausendmal belogen“ überraschte.

Im Zeichen der Burg, nämlich der Röthgener Burg, beging die Gesellschaft den Rosenmontagszug 2005. Aus dem Piratenschiff hatte die Wagenbaugruppe ein solides Bauwerk auf dem Ideenwagen errichtet.

Auf der Jahreshauptversammlung am Morgen des Gründonnerstags standen wieder Neuwahlen an. Heinz-Michael Raby wurde ins Präsidentenamt gewählt, sein Stellvertreter wurde Hubert Krahe. Neuer Vorsitzender wurde Gerd Schaub. Als Geschäftsführer wurde Rudi Kaminski gewählt, zu seinem Stellvertreter Patrick Raby.
Neuer Schatzmeister wurde Hubert Recker und Stellvertreter Peter Tings.

Der Wandertag 2005 führte die Ulker in den Tagebau. Der frisch gewählte Vizepräsident Hubert Krahe sorgte für die einmalige Gelegenheit,  noch vor Freigabe für die Öffentlichkeit  dem nach alten Karten neu eingerichteten Indebett zu folgen. Für die Teilnehmer war es schon erstaunlich zu sehen, wie die Natur sich ihr Territorium bereits zurückgeholt hatte. Am Ende des Wanderweges konnte man sich an den bereitgestellten Getränken laben und Gegrilltes zu sich nehmen. Eine große Anzahl von Mitgliedern und Freunden nahm dieses Angebot bei strahlendem Sonnenschein gerne an. Ein besonderer Dank für diese.

Das Sommerfest konnte in diesem Jahr bei bestem Sonnenschein veranstaltet werden. Das gute Wetter bescherte dem Fest viele Besucher. Etliche Delegationen befreundeter Vereine kamen zu Besuch und genossen das herrliche Fest. Die neu eingeführten Ulker Schürzen, welche Kornel Recker beschafft hatte, erfreuten sich großer Beliebtheit. Als neue Attraktion wurde in diesem Jahr von der großen Tanzgarde eine Cocktailbar eröffnet, an welcher die Nachfrage nach sowohl alkoholischen und nichtalkoholischen Mixgetränken nicht abreißen wollte. Dies lag wohl auch an der äußerst liebreizenden Bedienung der großen Mädchen und jungen Frauen.

Die Sessionseröffnung, das traditionelle Erbsensuppenessen, wurde  unerwartet von einer Bewerbung bereichert. Heinz-Michael Raby bewarb sich mit einer unvergesslichen Vorstellungsrede und wurde von Alt-Präsident Hans Houck durch die Überreichung der präsidialen Insignien ins neue Amt eingeführt und gleich für zehn Jahre in die Pflicht genommen. Im Verlauf des Abends wurde Uschi Recker als Trainerin der Tanzgarde mit viel Applaus in den Ruhestand verabschiedet, aber als Managerin gleich wieder begrüßt. Als neue Trainerin wurde für die große Tanzgarde Martina Jansen vorgestellt.

Die Weihnachtsfeier wurde, wie schon im Vorjahr, in der Aula Patternhof von der Jugendabteilung ausgerichtet. Bei dieser schönen und besinnlichen Veranstaltung zeigten kleine und große Mitglieder der Jugendabteilung, dass sie nicht nur auf Karneval eingestellt sind.

 Nach dem Jahreswechsel ging es nun mit großen Schritten auf die Kostümsitzung zu. Im Vorfeld mussten in diesem Jahr beim Saalbau erhebliche Brandschutzauflagen erfüllt werden. Im ausverkauften Burghof führte Präsident Heinz Michael erstmalig federführend, mit überzeugender Souveränität und Witz durch die Sitzung. Ein Höhepunkt der Kostümsitzung war ohne Zweifel die Verleihung eines seltenen Ordens des B.D.K. Ehrenpräsident Heinz Houben wurde für seine Verdienste und für 60 Jahre Vereinszugehörigkeit mit dem B.D.K. Orden in Gold mit Brillanten  ausgezeichnet. Komiteepräsident Norbert Weiland verlieh dem ohnehin schon stolzen Geehrten auch noch eine ganz besondere Auszeichnung, den  Ehrenorden des Eschweiler Karnevalskomitees. Eine weitere Ehrung erhielt Willi Scheller. Ihm wurde der Ulker Verdienstorden verliehen. Am selben Abend wurde Jakob Bündgen neuer Ehrenmützenträger der K.G. Ulk.
Als neues Tanzpaar begeisterten Stefanie Paul und Andreas Lammertz mit einer ausgezeichneten Leistung das anwesende Publikum.

Am 1.2.2006 feierte das Damenkränzchen der K.G. Ulk auf dem Damennachmittag das 22-jährige Jubiläum. Zu den Gratulanten gehörte natürlich auch der Verein, welcher die Damen mit einer neuen botanischen Neuzüchtung überraschet: einem Geldbaum.

Das Ziel des  Ulker Wandertages im Jahr 2006 war wiederum der nahe gelegene Tagebau. Dieses Jahr wanderte man von der Gedächtniskapelle in entgegen gesetzter Richtung des Indebettes.

Am Ende des Wanderweges erwarteten die Wanderer wieder eine Gruppe fleißiger Mitglieder, die dem  Fußvolk mit Getränken und Gegrilltem aufwarteten.
Von einer Episode am Rande des Ausfluges berichtete Freund und Gönner Jürgen Schommer. Er wurde Zeuge einer Unterhaltung zweier Spaziergänger, die des Weges daher kamen.  In diesem Gespräch fragte der eine Spaziergänger den anderen, ob er wisse, wer da das Fest auf dem Parkplatz feiere? Mit einer Deutung auf die im Hintergrund abgestellten Wohnwagen antwortete der andere: „Das sind bestimmt irgendwelche Zigeuner!“

Anlässlich ihres 25-jährigen Jubiläums feierte sich die Tanzgruppe am 30. September im Saal Flatten mit einer großen Party. Eingeladen waren viele  befreundete Tanzformationen und natürlich alle Ulker, und somit war der Saal mehr als voll. Die jungen Ulker hatten für ein tolles Programm gesorgt, welches bis mitten in die Nacht  das Publikum auf den Beinen hielt. Zwischen den Programmpunkten ließ man sich selber immer wieder erneut hochleben und egal ob klein oder groß, es wurde ausgelassen gefeiert. Selbst das neue Kindermariechen Olivia Rappe wurde von den älteren Mitgliedern der Tanzgruppe nicht vor Ende der Feier nach Hause entlassen.

Eine besondere Ehrung erhielt im Oktober der frischgebackenen Ehrenmützenträger Jakob Bündgen. Er wurde mit dem Schluckspechtorden der K.G. Klee Oepe Jonge  ausgezeichnet. Zu seiner Freude tanzte auf der Ordensverleihung das Ulker Jugendmariechen Judith Gerards.

Zur Kostümsitzung am 20.1.07 im Burghof konnte Präsident Heinz-Michael Raby sich abermals über einen restlos ausverkauften Saal freuen. Höhepunkte des Abends waren neben den gekonnten Darbietungen der Tanzgruppe eine Parodie, aufgeführt von Birgit Hansen und Gerd Schaub, sowie unser Männerballett, welches in wechselnder Besetzung nunmehr schon seit  6 Jahren wieder auf der Ulker Bühne gastiert. Die Herren rund um Trainerin Uschi Marx hatten sich dieses Mal etwas ganz Ausgefallenes einfallen lassen. In selbstentworfenen Kostümen bezauberten sie als wilde Amazonen das Publikum und steckten den Präsidenten kurzerhand in den mitgebrachten Kochtopf.
Während dieser Sitzung wurde Thomas Fuhrmann in den erlauchten Kreis der Träger des Ulker Verdienstordens aufgenommen. Hans Jansen wurde für 60jährige Mitgliedschaft mit der Ehrennadel mit Brillanten ausgezeichnet.
Eine Sammlung an diesem Abend zu Gunsten einer Hospizeinrichtung  brachte den stolzen Erlös von 300 Euro.

Ein weiteres karnevalistisches Highlight war die Kurzsitzung am 17.02.07. Den Jecken im Saal wurde neben der Gelegenheit selber das Tanzbein zu schwingen,  wieder ein kurzweiliges Programm aus Vorträgen und Tänzen geboten. Darunter auch wieder viele eigene Kräfte. So darf in diesem Jahr der fulminante Bayerntanz der großen Tanzgarde nicht unerwähnt bleiben, mit dem diese stolze Truppe nicht nur zu Fastelovend, sondern auch über das Jahr, wie zuletzt dem Schützenfest der St. Rochus Schützen, für wahre Begeisterungstürme beim Publikum sorgt, und somit zu dem Aushängschild der Gesellschaft geworden ist, das mit Fug und Recht das Prädikat:  „Besonders wertvoll“ trägt.

Für den Rosenmontagzug hatten die Damen der Gesellschaft abermals aufwändig schöne Kostüme genäht. So konnten die Narren am Straßenrand diese als Harlekine und Eisprinzessinnen bewundern.

Am 15. März 2007 fand die Gründungsversammlung des Fördervereins Eschweiler Karnevalsmuseum statt. Dort wurde Hans Houck, Ulker Präsident im (Un-)Ruhestand, zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Das Sommerfest dieses Jahr fiel wettertechnisch in eine fast tropische  Regenzeit. Nachdem man im April noch über die anhaltende Dürre und sommerliche Hitze gestöhnt hatte, musste man in den Wochen danach die Sonnentage suchen.
Somit stand das Sommerfest unter keinem guten Stern. Der Aufbau gestaltete sich schon recht feucht, so dass man überlegte das gesamte Fest in der großen Halle von Franz Josef Hansen stattfinden zu lassen. Doch die Mutigen wurden belohnt. Rechtzeitig am Samstagmorgen  brach die Sonne durch und hielt sich bis kurz nach dem Abbau am Sonntagabend.
Der nachfolgende ergiebige Wolkenbruch konnte somit dem gelungenen Sommerfest, auf welchem diesmal auch neben anderen befreundeten Gesellschaften die K.G. Fidele Freunde aus Aachen als Gäste zu begrüßen waren, nichts mehr anhaben.

Am 1. September 2007 wurde von der KG Kirchspiel Lohn auf dem   dortigen Sportplatz das 1. Lebendkickerturnier der Eschweiler Karnevalsgesellschaften ausgerichtet. Selbstverständlich war auch ein Team der KG ULK mit zahlreichen Schlachtenbummlern dabei. Am Ende freuten sich die „Fußballprofis“ aus Oberröthgen über einen respektablen achten Platz.

Auf 80 Jahre blicken wir Ulker nun zurück. Jeder von uns teilt damit mehr oder weniger, länger oder kürzer, ein Stück seines Lebens mit dem des Vereins.  Und durch den Verein konnte ein jeder, sofern ihm die Möglichkeit gegeben war, neue Kontakte knüpfen und Freundschaften aufbauen, nicht nur innerhalb der Stadtgrenzen, sondern auch im In- und Ausland, wie man an den äußerst freundschaftlichen Kontakten zu Eupen und London ablesen kann.

Teilweise entwickeln sich daraus innige Kameradschaften und auch Ehen, die dann ein Leben lang halten. Und darauf können wir zu Recht stolz sein. Denn der Lebensinhalt einer solchen Gesellschaft ist nicht nur der Karneval allein, sondern auch das kulturelle und gesellschaftliche Engagement.

Die Gesellschaft schaut daher voller Zuversicht in die anstehende Geburtstagssession, mit einer Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen, und wird auch in den nächsten Jahren, dank der Unterstützung durch ihr treues Publikum, der Freunde, Förderer und Mitglieder ein fester Bestandteil „en os leev Fastelovend“ sein.

Die Session 2007/2008 stand ganz im Zeichen des 80-jährigen Jubiläums der KG ULK. Bereits am 15.09.2007 fand ein musikalischer Dämmerschoppen in der Aula der Realschule Patternhof statt, der, neben anderen Gästen, insbesondere durch die Freunde der „Dixieland Stompers“ aus England bereichert wurde.
Am 24.11.2007 fand dann noch der offizielle Geburtstagskommers der KG statt, welcher durch einen eigens aufgestellten Tanz ehemaliger Tanzgruppenmitglieder bereichert wurde. Ebenso wurde an diesem Abend ein, von Axel Viehöfer entworfener und mit eigenen Malereien gestalteter, Kalender für das Jahr 2008 an den Verein übergeben. Die große Garde präsentierte neue Sommerkostüme und Ehrungen gab es zu diesem besonderen Anlass natürlich auch. Hubert Recker wurde mit der Verdienstauszeichnung des BDK in Gold, Heinz-Michael Raby und Heinz Hesseler mit dem goldenen Stadtwappen des Eschweiler ­­­Karnevalskomitees ausgezeichnet. Auch die restliche Jubiläumssession zeigte, dass die KG weiß, wie man Jubiläen feiert, und so konnte man nach dieser doch sehr anstrengenden Session 2007/2008 zu Altbewährtem übergehen und am 14.06 und 15.06. das Sommerfest auf dem Gelände der Familie Hansen an   der Talstraße feiern.

Nach dieser, wie beschrieben, phänomenalen Session trübten leider auch traurige Nachrichten das Jahr 2008. So verstarb im April unser amtierender Kommandant Kornel Recker und im Oktober des gleichen Jahres unser Ehrenpräsident Heinz Houben. Beiden wird die KG ULK stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Die folgende Session 2008/2009 startete im November wie gewohnt mit dem traditionellen Erbsensuppenessen, und verlief, nach der anstrengenden Jubiläumssession, etwas entspannter, aber nicht minder erfolgreich.
In dieser Session wurde auf der Sitzung unsere langjährige ULKer- Marie, Myriam Raby, nach acht Jahren voller gelungener Tänze und schönen, erinnerungsreichen Auftritten verabschiedet.
Ihr folgte unsere neue ULKer-Marie Judith Gerards, welche aber schon wenige Wochen nach der Session aus persönlichen Gründen ihr Amt wieder niederlegte.
Am Rosenmontag musste sich der neue Kommandant Karl-Heinz Block bewähren, der aber den Haufen von Ulkern sehr gut unter Kontrolle hatte und so seine Debut-Session auch erfolgreich abschließen konnte.

Weiter ging die Reise am 13. Und 14. Juni 2009 mit dem immer wieder gut besuchten Sommerfest auf gewohntem Gelände an der Talstraße. Dieses Mal allerdings mit neuem Pächter, nämlich den Eheleuten Kerres. Diese stellten sich schnell als würdige Nachfolger der Familie Hansen heraus, wohl auch durch ihre Nähe zum Eschweiler Karneval.

Auch unterjährig gab es immer wieder Veränderungen im Verein. So wurde im August 2009 auf einer Mitgliederversammlung beschlossen, dass sich uniformierte Mädchen und Frauen um die aktive Mitgliedschaft im Verein bewerben können. Präsident Heinz-Michael Raby nannte dies „einen geschichtsträchtigen Tag für den Verein“.

Die Zeit zwischen den Sessionen wurde in diesem Jahr dann auch durch eine Teilnahme am Lebend-Kicker-Turnier der KG Kirchspiel Lohn im September überbrückt, bei welchem unsere Mannschaft nach hartem Kampf als Sieger hervorgehen konnte.

Und nicht nur Karneval ist der Grund sich zu treffen. Nein, die Mitglieder des Sparkästchens machten sich in der karnevalsfreien Zeit zu einem Ausflug auf. Nach einer Stärkung zu Beginn, am Aussichtpunkt des Tagebaus Inden, wurden alle in die Braukunst der Diebels-Brauerei eingeführt. Zum Tagesabschluss kehrte man beim „Singenden Wirt“ in Heinsberg ein und ließ in fröhlicher Runde den gelungenen Tag ausklingen.

So verging die Zeit wie im Fluge.
Hatte die KG in 2008 noch Ihr 80-jähriges Bestehen gefeiert, so konnte auch in 2009 wieder eine Jubiläumszahl auf dem Orden glänzen. Diesmal handelte es sich um die 40-Jährige Freundschaft zur königlichen Stadtwache Grün-Weiß Eupen. Auch dieses Jubiläum sollte gefeiert werden, nämlich zunächst im Oktober in Eupen. Mit tollem Programm, unterstützt durch die Eschweiler Kapelle Brass on Spass ´86, wurde die Abordnung der KG ULK noch durch zwei Prinzengespanne (designiertes und noch amtierendes) aufgewertet.

Das Erbsensuppenessen am 07.11.09 fand traditionell im eigenen Wohnzimmer, dem Burghof, statt. Hier gab es dann eine Premiere, als neue ULKer-Marie präsentierte Janine Kronenberg einen spritzigen Tanz und bekam im Anschluss das traditionelle Marketenderinnen-Fässchen überreicht.

Unterbrochen nur durch Weihnachten und Silvester, startete 2010 dann mit der großen Kostümsitzung am 16.01.2010. Die positive Resonanz nach diesem Abend macht immer wieder Mut, weiter zu machen im Kampf gegen Griesgram und Muckertum.
Und dass nicht nur die „Großen“ verstehen zu feiern, bewies die Jugend am Tag nach der Sitzung. Wieder im Burghof feierten sie ihre Kinderkarnevalsparty mit Spielen und Tanzdarbietungen.

Rennleiterin Roswitha Schaub lud am 20.01.2010 im Namen des Damenkränzchens zum Großen Preis von Oberröthgen ein. Denn auch die Ulker-Damen feiern gern und gut Karneval und machten mit einem rasanten und kurzweiligen Programm aus dem Burghof einen Hexenkessel.

Den Abschluss der Session bildete, wie in jedem Jahr der Straßenkarneval, den die KG wie immer mit bunten Kostümen und schmucken Uniformen mitgestaltete.

Nach einem schönen, aber karnevalslosen „Restjahr“ 2010 starteten die ULKer wie gewohnt die Session 2010/2011 mit dem traditionellen Erbsensuppenessen.

Nach dem Jahreswechsel 2010/2011 hieß es grundsätzlich: „Jetzt geht’s richtig los“.
Mit der Kostümsitzung am 05.02.2011 wurde allerdings das Kostüm – nämlich das Nervenkostüm des Präsidenten – auf eine harte Probe gestellt. Bedingt durch einen Unfall auf der A4 kam es im Ablauf des Programmes zu erheblichen Schwierigkeiten. Von der Gastgesellschaft an diesem Abend, der KKG Nippeser Bürgerwehr, die mit zwei Bussen unterwegs waren, sollte erstmal nur ein Bus eintreffen. Aber da ja alle irgendwie Karnevalsprofis sind, wurde dann schlussendlich aus einem  Auftrittspunkt zwei gemacht, denn der zweite Bus mit der Musikkapelle traf just in dem Moment ein, als die restliche KG ihren Auftritt bereits erfolgreich absolviert hatte.

Nach dem „Zirkus“ der Kostümsitzung wurde am 09.02.11 der Burghof kurzerhand zum Zirkuszelt, in dem die Damen der KG gefährliche Tiere, wie z.B. das „gemeine“ Prinzengespann zähmten.

Und wie schon in 2009 beschlossen, kam kurz nach der Session die große Veränderung. Gleich drei junge Damen beantragten die aktive Mitgliedschaft im Verein. Lisa Marx, Myriam Raby und Diana Raby wollten durch ihre aktive Mitgliedschaft die Reihen der Uniformierten verstärken. Nur eine Mitgliederversammlung später kam eine weitere junge Dame – Christine Werner – dazu. Und noch im selben Jahr schloss sich die fünfte Dame – Manuela Thomas – an.

Zu Beginn der neuen Karnevalsession war klar – ein weiteres Jubiläum stand an – 33 Jahre Jugendabteilung.
Somit startete die Session bereits am 30.10.2011 mit einer großen Party in der Delio-Arena (dem Gasthaus Flatten). Ein Programm aus eigenen und auswärtigen Kräften (von nah und fern) ließ den Stolz des Vereins, nämlich seine Jugend, hochleben.
Freundschaften ins nahe Ausland wurden weiter gepflegt, und so ging diesmal die Fahrt nach Kelmis, wo alle freudig empfangen wurden.
Außerdem zeugt eine hohe Ehre, welche unserem Präsidenten zuteilwurde, von der engen Verbundenheit mit der kgl. Stadtwache Grün-Weiß Eupen. Am 6.11.2011 wurde Heinz-Michael Raby zum Ehrensenator eben jener befreundeten Gesellschaft aus Belgien ernannt.

Und auch eine hiesige Freundschaft wurde nach außen hin mit Beginn dieser Session deutlich sichtbar gemacht.
Der Spielmannszug Eschweiler-Bergrath 1951 wurde mit Uniformen in ULKer Farben ausgestattet und ist seitdem an den Karnevalstagen und auf allen Ausmärschen eindeutig als zur KG ULK gehörend zu erkennen.

Eine weitere Neuerung konnte dann kurz nach dem Jahreswechsel 2011/2012 uraufgeführt werden. Am 21.01.2012 bewiesen die Uniformierten des Vereines, dass sie nicht nur Eisenbahnschienen in den Knochen haben, sondern relativ fidel daher kommen. Bei den Freunden der Roten Funken präsentierten sie den neu aufgestellten Uniformiertentanz, der sehr gut ankam. Begleitet wurde und wird dieser seitdem „live“ vom Spielmannszug.

So gut wie das Jahr begonnen hatte, konnte es auf der Sitzung kaum weitergehen. Vor komplett ausverkauftem Burghof hoffte Präsident Heinz-Michael Raby, dass das Vorjahreschaos sich nicht wiederhole, und doch, es kam genauso. Der Kölner Gastverein kam aufgrund eines Unfalles nicht durch. Jetzt war guter Rat teuer. Doch da hatten sowohl die Besucher, als auch der Präsident die Rechnung ohne die Mitglieder der KG ULK gemacht. Da standen plötzlich hochkarätige Schlagergrößen, Kölner Urgesteine und hübsche Stewardessen auf der Bühne. Die Freunde des Spielmannszuges überbrückten die verkürzten Aufwärmübungen der großen Tanzgruppen mit einem zweiten Aufmarsch, und im Nachhinein stellte sich heraus, dass dem Publikum genau diese Improvisationen besonders gefallen hatten. Hier zeigt sich – ULKER HALTEN ZUSAMMEN.

Auf der Kostümsitzung am 21.01.2012 wurde einem langjährigen Mitglied der KG, dem weithin bekannten „Vater der Jugend“, die größte Ehre im Verein zuteil. Hubert Recker wurde an diesem Abend für seine großen Verdienste in der und um die KG zum Ehrenmitglied ernannt.

Der Jahresbeginn 2012 zeigte sich aber auch weiterhin wie 2011 im Zeichen der Freundschaft. Ausmärsche nach Eupen und Hergenrath machten den Namen KG ULK Eschweiler- Oberröthgen auch im benachbarten Ausland bekannt.

Am Karnevalssamstag beschritt man in dieser Session Neuland: Aus der Kurzsitzung wurde kurzer Hand eine Gemeinschaftssitzung, welche zusammen mit den Freunden der KG Löstije Eischwiele Afrikaner gestaltet wurde und ein voller Erfolg war.

Um die karnevalsfreie Zeit zwischen Aschermittwoch und dem 11.11. zu überbrücken und auch, um die Kameradschaft der ULKer Familie weiter zu stärken, wurde im August eine Vereinstour unternommen. Die ULKer verbinden mit Vergnügen auch gerne immer Wissenswertes und Interessantes. So brach man mit Kind und Kegel zur Zeche in Merkstein auf, um hier das Arbeiten unter Tage kennenzulernen und dann Grillköstlichkeiten zu genießen. Vor allem ist anzumerken, dass selbst die kleinsten mit von der Partie waren und Spaß hatten.

Nach erfolgreicher, mit unserem Erbsensuppenessen, begonnener Session 2012/2013 und einem Ausmarsch zur KG Fidele Trammebülle, blickte man im neuen Jahr 2013 wieder auf die große Kostümsitzung der KG ULK.
Als wenn es nicht genug wäre, dass unser Präsident schon nervös war wegen dem neuerlich geplanten Auftritt der Kölner Gastgesellschaft „Jan von Werth“, warteten er und seine Familie auch auf die Ankunft eines neuen ULKers, denn unsere ehemalige Marie, und des Präsidenten Tochter, hatte sich am Morgen für die Sitzung auf dem Weg in den Kreißsaal entschuldigt.
Doch in diesem Jahr ging alles gut, und so konnte sowohl der fulminante Gastauftritt des Reitercorps „Jan von Werth“, als auch die Geburt des zweiten Enkels des Präsidenten die Gäste der Sitzung von den Stühlen reißen.

In der darauffolgenden Woche blieb der Burghof am traditionellen Damennachmittag mittwochs leer, denn das Damenkränzchen der KG verlegte erstmalig ihre Veranstaltung auf Freitag.
Trotz neuem Tag war die Sitzung der Spanierinnen gut besucht und ließ Mut aufkommen, diese liebgewonnene Veranstaltung mit neuem Termin beizubehalten.

Die tollen Tage – wohl die Tage, auf die jeder Verein hinarbeitet –  verliefen wieder reibungslos, und auch die Entscheidung, den Karnevalssamstag weiterhin zusammen mit den „Afrikanern“ zu stemmen, erwies sich als Glücksgriff und führte zu ausverkauftem Haus.

Die karnevalsfreien Tage wissen nicht nur die Erwachsenen zu füllen, z.B. mit Sommerfesten und anderen Treffen, sondern auch die Jugendabteilung findet immer wieder Wege.
2013 fuhren die jungen Karnevalisten, wie immer bestens organisiert durch Uschi & Hubert Recker,  übers Wochenende nach Prüm in die Eifel. Hier konnten die Kinder ihre Geschicklichkeit im Bogenschießen beweisen, bei einer Nachtwanderung Geister suchen und in der Natur einige entspannte Stunden ohne Trainingsstress und Eltern verbringen. Außerdem wurde der Zusammenhalt zwischen den einzelnen Gruppen gestärkt. Und kein Verein kann ohne die Jugend überleben, da hier die Karnevalisten der Zukunft heranreifen.

Traditionell wurde dann im November die anstehende Session mit der Erbsensuppe eröffnet. Die Weihnachtsfeier in diesem Jahr sollte allerdings etwas anders verlaufen. Eine Wanderung am Blausteinsee mit Besuch des Nikolaus und anschließendem Kaffee und Kuchen in der Grillhütte in Lohn ließ das Jahr 2013 besinnlich, im familiären Rahmen, ausklingen.

Die Saalveranstaltungen starteten am 01.02.2014 mit der Sitzung. Mittlerweile zum Standartprogramm gehört der Uniformiertentanz, der beim Publikum sehr gut ankommt und als Schlusspunkt die Shining-Dance-Stars, die große Tanzgruppe, die mit ihren ausgefallenen Kostümen und faszinierenden Hebungen in Garde- und Showtanz begeistert.

Die Damen der Gesellschaft reisten dieses Mal ins karnevalistische Venedig. Und auch die Gesellschaft wollte mitreisen und stattete den Damen einen Besuch ab.

Am Karnevalsdienstag mussten die Ulker dann stark sein. Der langjährige Vereinswirt Peter van Crüchten übergab den Burghof an den neuen Pächter – Mike Sauerbier.

Die Frage die aufkam war: „Wie geht’s jetzt weiter?“ Aber aller Zweifel war umsonst. Nach Umbauarbeiten im Saal mit tatkräftiger Unterstützung einiger ULKer, und der nicht rechtzeitigen Fertigstellung zu Sessionsbeginn, sagte Mike Sauerbier Hilfe zu. Das traditionelle Erbsensuppenessen fand in diesem Jahr in der Aula der Realschule Patternhof statt, und Mike Sauerbier hielt sein Versprechen. Er verlegte mit seinem kompletten Burghof-Team in die Aula und bewirtete die ULKer zuverlässig.

Die Weihnachtsfeier wurde in diesem Jahr abermals neugestaltet. Nur noch im Rahmen der aktiven Jugendlichen, plus einiger Betreuer und Helfer, traf man sich bei Mike im Burghof zum Darten und Kegeln. Und was soll man sagen, die Beteiligten hatten Spaß und einen tollen Tag, und das ist doch die Hauptsache.

Die Session wurde dann im Jahr 2015 traditionell mit Saalveranstaltungen und dem Straßenkarneval, auf welchem zum ersten Mal unser neugestalteter Damenwagen mitfuhr, beendet.
Es sollte jedoch noch erwähnt werden, dass unserem unermüdlichen Präsidenten durch seinen Einsatz für seine KG ULK im Januar abermals eine große Ehre zuteil  wurde.
Er wurde in Köln zum Ehrenoffizier und Leutnant der Reserve der KKG Nippeser Bürgerwehr ernannt, und darf sich fortan Mitglied im „Corps a la Suite“ und „Ehrenappelsine“ nennen.

In der nun folgenden Session 2015 / 2016 steht ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Gesellschaft an,

8 x 11 – Jahre  KG ULK Eschweiler-Oberröthgen 1928 e.V.

Auf dass noch weitere 88 Jahre folgen, indem die Jüngeren an Traditionen festhalten, die sich bewährt haben und die Älteren Neuerungen offen  aufnehmen, die unweigerlich kommen.

Fortsetzung folgt in Kürze